Im nordschwedischen Skellefteå baut Northvolt die erste Gigafactory in Europa.

VW legt bei seiner Elektroauto-Offensive den nächsten Gang ein: Die Wolfsburger werden rund 900 Millionen Euro in gemeinsame Aktivitäten mit Northvolt investieren. Ein Teil der Summe geht direkt an das schwedische Startup, wofür Volkswagen 20 Prozent der Firmenanteile und einen Sitz im Aufsichtsrat erhalten soll. Der andere Teil fließt in ein geplantes Joint Venture zum Aufbau einer Batteriezellenfabrik in Europa.

Volkswagen hatte bereits im April mitgeteilt, mit Northvolt zusammen rund eine Milliarde Euro in ein gemeinsames Batteriezellwerk in Salzgitter investieren zu wollen. Das Werk ist auf eine Jahreskapazität von 16 Gigawattstunden ausgelegt und soll frühestens ab 2020 in Niedersachsen aufgebaut werden, sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu zählen die Wolfsburger unter anderem die Befreiung von der Ökostrom-Umlage. Zum Jahreswechsel 2023/24 soll dann die Zellfertigung für Volkswagen starten.

Batterie-Startup mit großen Plänen

Northvolt wurde 2016 von zwei ehemaligen Tesla-Managern gegründet und will die “umweltfreundlichsten Batterien der Welt” herstellen. Dazu baut das Startup derzeit in Schweden eine Pilot-Fertigung von Batteriezellen sowie eine Akku-Fabrik auf, die ein Jahresvolumen von 32 Gigawattstunden erreichen soll. Volkswagen arbeitet bereits seit März diesen Jahres mit Northvolt in der „European Battery Union“ zusammen. Zu den weiteren industriellen Partnern und Kunden der Schweden zählen auch die Volkswagen-Tochter Scania sowie ABB, BMW, Siemens und Vattenfall.


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