Ab Sommer 2020 sollen die ersten Elektrobusse durch Kiel rollen.

Auch die Kieler Verkehrsbetriebe KVG machen künftig elektromobil und haben dazu 36 E-Gelenkbusse bei VDL bestellt. Die Auslieferung der ersten fünf Fahrzeuge vom Typ Citea SLFA-187 ist für August 2020 geplant. Die weiteren Busse sollen sukzessive bis Mai 2021 auf die Straßen der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt rollen.

Geladen wird unterwegs, nicht im Depot

Das Betriebskonzept der KVG sieht die schrittweise Elektrifizierung der Linien 11, 6 und 32, 81 und 31 vor, bei denen parallel die Endhaltestellen „Wik, Herthastraße“, „Wik, Kanal“, „Rungholtplatz“ und „Narvikstraße“ mit 450-kW Schnellladern bestückt werden. Hier werden die Busse im Betrieb zwischengeladen. An der letzten Haltestelle des Tages werden die Batterien dann fast vollständig aufgefüllt. Am nächsten Morgen wird vor Dienstbeginn noch einmal einige Minuten nachgeladen, damit jeder Bus mit voller Batterie auf die Strecke gehen kann.

Das Elektro-Bus-Projekt der Verkehrsbetriebe wird vom Bundesministerium mit insgesamt 21 Millionen Euro gefördert. Das Ministerium trägt beim Fahrzeugkauf 80 Prozent der Mehrkosten gegenüber einem herkömmlichen Bus und 40 Prozent der Investitionskosten für die Ladeinfrastruktur. Die Stadt Kiel wird ihrerseits 30 Millionen Euro investieren, um den Betriebshof der KVG für die E-Busse umzurüsten. 


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