Wasserstoffantrieb und leistungsstarke Batteriesysteme: Emissionsfreier Bahnverkehr mit „Coradia iLint“.

Der französische Zugbauer Alstom hat bei dem Darmstädter Unternehmen Akasol Hochleistungs-Batteriesysteme für über 40 neue Coradia iLint Wasserstoffzüge bestellt. Die Technologie von Akasol, einem Entwickler und Hersteller von Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batteriesystemen, kommt damit in der Serienproduktion des weltweit ersten mit Brennstoffzellen betriebenen Nahverkehrszugs zum Einsatz.

Die über 40 Coradia iLint-Züge wurden von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund bei Alstom in Auftrag gegeben. Akasol will die ersten Batterieanlagen in der zweiten Hälfte dieses Jahres liefern und voraussichtlich bis 2021 alle Anlagen ausgeliefert haben. Für Akasol hat der Großauftrag den Umfang eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrags und ist das Ergebnis einer langjährigen gemeinsamen Entwicklungsphase mit dem französischen Unternehmen.

Sven Schulz, CEO von Akasol berichtet: „Der Serienauftrag von Alstom ist das Resultat einer gemeinsamen intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit, bei der wir von der Testphase bis zur offiziellen Zulassung des Coradia iLint unser Know-how in der alternativen Antriebstechnologie für Schienenfahrzeuge gezielt einsetzen und mit unserem Partner entsprechend seiner spezifischen Anforderungen weiter entwickeln konnten.“

Batterie-Gesamtkapazität von 220 kWh pro Zug

Der weltweit erste von Elektromotoren angetriebene Wasserstoffzug Coradia iLint befindet sich seit September 2018 zwischen Cuxhaven und Buxtehude im Fahrgasteinsatz und ist dort bereits über 150.000 Kilometer gefahren. Die Wasserstoffzüge sind mit je zwei Hochleistungs-Batteriesystemen mit einer Gesamtkapazität von 220 kWh ausgestattet. Die beim Bremsen erzeugte elektrische Energie wird zwischengespeichert und beim Beschleunigungsvorgang wieder an die Elektromotoren abgegeben. Das Batteriesystem lässt sich laut Hersteller durch Schnellladung in sehr kurzer Zeit laden.

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