In Berlin will Emmy seine E-Roller-Flotte zur Sommer-Saison 2020 mindestens verdoppeln.

Nachdem Bosch-Tochter Coup überraschend seinen Betrieb eingestellt hat, will Emmy seine Elektroroller-Flotte in Berlin und in Hamburg deutlich ausbauen. In der Hauptstadt ist demnach mindestens eine Verdopplung des bisherigen Bestandes von 800 Fahrzeugen angedacht, so Firmengründer Valerian Seither gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Coup hatte seinen Ausstieg mit dem starken Konkurrenzdruck auf dem Roller-Sharingmarkt bei hohen Kosten für Kundenservice und täglichen Batterietausch begründet. Emmy-Gründer Seither zeigte sich dagegen von Wirtschaftlichkeit des Roller-Sharings überzeugt.

„Obwohl die Branche hart umkämpft ist, ist sie eigentlich attraktiv und valide. Es gibt eine hohe Nachfrage – auch wir merken das. Wir sehen auf jeden Fall den Weg in die Wirtschaftlichkeit und hoffen, dass wir in etwa in den nächsten 18 Monaten mit Emmy Gewinn machen können“, so Seither.

Bis zur Sommer-Saison 2020 will Emmy seinen Bestand in Berlin mindestens verdoppeln. In Hamburg sollen dann 400 neue Roller auf die Straße kommen. Man arbeite dazu mit einem neuen Hersteller zusammen. Zunächst geht Emmy in der Hansestadt aber in eine unfreiwillige Winterpause bis voraussichtlich Anfang März 2020. Grund sei ein Brand, durch den die eigene Ladeinfrastruktur komplett lahm gelegt worden sei. Neben Hamburg und Berlin, wo das Unternehmen 2015 gegründet wurde, ist Emmy aktuell auch in Düsseldorf, München und seit diesem Jahr in Wien aktiv.


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