Mercedes-Benz fertigt die Batterien für seine Elektroautos unter anderem im sächsischen Kamenz.

Der deutsche Batteriemarkt ist im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro gewachsen, heißt es vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Vor allem die Elektromobilität und der Ausbau der erneuerbaren Energien heizen den Markt an.

Lithium-Ionen-Batterien – Schlüsseltechnologie für Elektroautos – hatten nach Angaben des Branchenverbands mit 1,6 Milliarden Euro und einem Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr den größten Anteil am Markt. Neben Fahrzeugen werden sie auch in Mobiltelefonen, Hörgeräten oder Elektrowerkzeugen verbaut.

„Zwischen 2013 und 2019 hat sich das Marktvolumen bei Lithium-Ionen-Batterien mehr als verachtfacht“, erklärt Christian Eckert, Fachverbandsgeschäftsführer Batterien im ZVEI.

Der Markt für sonstige Batteriesysteme wie Zink-Luft-Batterien, Lithium-Knopfzellen und Nickel-Cadmium-Batterien legte laut Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie noch stärker zu. Er wuchs um 40 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Der Markt für Bleibatterien hingegen gab um 14 Prozent auf 940 Millionen Euro nach.

Batteriezellen aus China

Die deutsche Industrie hängt derzeit stark von asiatischen Herstellern ab. Im vergangenen Jahr importierte sie Lithium-Ionen-Batterien im Wert von rund 2,41 Milliarden Euro von dort, wobei der Großteil der Batteriezellen aus der Volksrepublik China stammt. Nach dem Import werden sie in Deutschland lediglich zu fertigen Batterien konfektioniert. Da Batteriezellen von strategischem Interesse für die Autoindustrie sind, soll in deutsch-französischer Kooperation ein Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie entstehen.

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