Die letzte Meile im ÖPNV elektrisch und autonom erschließen: Daran arbeitet eine Projekt des Forschungszentrums Informatik FZI.

Das Forschungszentrum Informatik (FZI) wird im Rahmen des Projekts Eva-Shuttle – kurz für: Elektrische, vernetzte und autonom fahrende Elektro-Mini-Busse im ÖPNV – drei elektrisch betriebene Minibusse in den Karlsruher Straßenverkehr schicken. Den Zuschlag für die Lieferung hat nun der Hersteller Easymile erhalten.

„Wir freuen uns, im Projekt Eva-Shuttle einen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben. Die Ausschreibung für die Beschaffung von Basisfahrzeugen ist abgeschlossen. Die Fahrzeuge werden bereits in den nächsten Monaten erworben“, so der Projektleiter vom FZI Marius Zöllner.

Auf die EU-weite Ausschreibung hatten sich mehrere Hersteller aus Deutschland und dem europäischen Ausland beworben.

Für das Projekt werden drei Fahrzeuge des Typs Easymile EZ10 Gen2 angeschafft. Zwei Busse werden aus Projektmitteln finanziert, einen erwirbt die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft. Die Lieferung des ersten Shuttles wird für Juli erwartet.

E-Mobilitätslösung für die letzte Meile im ÖPNV

Die elektrisch betriebenen Minibusse werden nun vom Hersteller mit zusätzlichen Schnittstellen ausgerüstet und so für die Arbeit im Projekt vorbereitet:

„Um im Mischverkehr bestehen zu können, benötigen die Fahrzeuge zusätzliche Sensoren und automatisierte Fahrfunktionen, die ein umfassendes Verständnis der Fahrzeugumgebung und ein angepasstes Verhalten ermöglichen“, erläutert Zöllner.

Ziel des Projekts Eva-Shuttle ist die Entwicklung einer Mobilitätslösung für die erste und die letzte Meile im ÖPNV – von der Haltestelle bis zur Haustür und umgekehrt.

Neben dem FZI arbeiten Bosch, die Verkehrsbetriebe Karlsruhe, der Tüv Süd und die Deutsche-Bahn-Tochter Ioki an der Entwicklung des Verkehrskonzeptes. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesverkehrsministerium – mit rund zwei Millionen Euro über eine Laufzeit von 27 Monaten.


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