Der Ridesharingdienst BerlKönig kann vorerst weiterfahren. Die Kooperation der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit dem Daimler-Joint-Venture ViaVan werde bis Ende Oktober verlängert, wie der Verkehrsbetreiber mitteilte. Die Gespräche um eine längerfristige Zukunft des digitalen Sammeltaxis und eine Ausweitung des Angebots auf die Außenbezirke der Hauptstadt gehen demnach weiter.

Zukunftsmodell oder Halt auf halber Stecke?

Der Ridesharing-Dienst sollte eigentlich im Rahmen der sogenannten Experimentierklausel zunächst bis 2022 erprobt werden. Aber bereits seit einigen Monaten steht das Experiment auf der Kippe. Vor allem Linke und SPD im Berliner Senat sind dagegen, den Dienst jährlich mit Landesmitteln in Millionenhöhe zu bezuschussen. Nachdem seit Ende März kostenlos Mitarbeiter des Gesundheitswesens gefahren wurden, ist das digitale Sammeltaxi seit Juni wieder im regulären Betrieb unterwegs.

Seit seinem Start im September 2018 hat der BerlKönig laut BVG 220.000 registrierte Kunden auf 1,7 Millionen Fahrten durch das östliche Berliner Innenstadtgebiet transportiert. Die Elektroquote der 185 Fahrzeuge liege aktuell bei über 50 Prozent, so der Verkehrsbetreiber. Eigentlich sollte die BerlKönig-Flotte bis Ende des Jahres ausschließlich elektrisch unterwegs sein. Diese Pläne wurden angesichts der ungewissen Zukunftsaussichten offenbar erst einmal gestundet.

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