7150 Ladesäulen wurden laut BDEW seit August 2018 in Deutschland installiert.

Genau 20.650 öffentlich zugängliche Ladepunkte weist das Ladesäulenregister des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) derzeit in Deutschland aus, davon zwölf Prozent Schnelllader. Vor einem Jahr waren es noch 13.500 – das entspricht einem Zuwachs von 50 Prozent.

„Vor allem die Energiewirtschaft hat hier ordentlich Tempo gemacht – sie betreibt drei Viertel aller öffentlichen Ladepunkte“, sagt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Für die aktuell beim Kraftfahrt-Bundesamt gemeldeten PKW mit elektrischem Antrieb reiche das bundesweite Angebot öffentlicher Ladepunkte vollkommen aus, so der BDEW. Dringender Handlungsbedarf bestehe hingegen beim Ausbau privater Ladeinfrastruktur. Denn etwa 85 Prozent der Ladevorgänge finden zuhause oder am Arbeitsplatz statt.

„Das Bundesjustizministerium muss endlich Fakten schaffen, damit es jedem Mieter und Wohnungseigentümer möglich ist, Ladeinfrastruktur einzubauen, wenn er die Finanzierung sicherstellt. Eine entsprechende Änderung des Miet- und Wohnungseigentumsrechts kostet keinen Cent, würde die Elektromobilität aber einen großen Schritt nach vorne bringen“, sagt Kapferer.

Die Stromnetze sind laut BDEW für den breiten Durchbruch der Elektromobilität gerüstet. Sie könnten schon heute bis zu 13 Millionen E-Autos laden – das entspricht 30 Prozent des deutschen PKW-Bestandes. Wichtig sei allerdings, dass jetzt die angekündigten Elektroautomodelle für breite Käuferschichten rasch auf den Markt kommen.


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