E-Mobilität pur ist auf dem Vormarsch – 2018 wurden in den europäischen Top-5-Märkten, in China und den USA erstmals mehr reine Stromer zugelassen als Hybride.

Diese Verkaufszahl bedeutet außerdem einen Zuwachs der in diesen Ländern verkauften rein batterieelektrischen Fahrzeuge gegenüber 2017 von rund 70 Prozent. Hybridfahrzeuge und Plug-ins eingerechnet, wurden 2018 in den USA, China und den europäischen Top-5-Märkten 2,6 Mio. elektrisch oder teilelektrisch angetriebene Autos neu zugelassen – das ist ein weltweiter Marktanteil an allen Fahrzeugen von 2,8 Prozent. Die Gesamtbetrachtung aller sechs Märkte zeigt außerdem, dass der Anteil der reinen Elektroautos erstmals an dem der Hybriden vorbeizog.

„Diese Entwicklung ist aus unserer Sicht einschneidend. Denn nachdem jahrelang debattiert wurde, welcher alternativen Antriebsform die Zukunft gehört, zeigt unsere Analyse nun ganz klar, dass der Vollelektriker auf dem Weg ist, sich als weltweit dominante alternative Antriebstechnologie zu etablieren“, sagt Christoph Stürmer von PwC Autofacts. „Wenn sich der Trend aus 2018 in den führenden Märkten fortsetzt, dann wird schon in diesem, spätestens aber im kommenden Jahr jedes zweite neu zugelassene Elektroauto ein reiner Stromer sein.“

Verkehrs- und Energiepolitik entscheidend für Entwicklung der E-Mobilität

Markant sind weiterhin die Unterschiede zwischen den großen Märkten. So kamen in China im vergangenen Jahr auf 1.000 Neuzulassungen 34 rein batteriebetriebene Fahrzeuge. In den großen europäischen Ländern waren es acht, allein in Deutschland elf.

In den USA gelten komplett elektrisch betriebene Autos mittlerweile „als Statussymbol sowie als Statement gegen den SUV-Boom“ , so Stürmer. Hier wurden 2018 fast 115 Prozent mehr reine Batteriefahrzeuge neu zugelassen als 2017, wobei dieser Schub wohl nicht zuletzt auf dem Produktionsanlauf von Teslas Model 3 beruht, dessen Verkauf in den großen europäischen Ländern erst dieses Jahr startet.

Zudem konstatiert die Analyse, dass der E-Auto-Absatz dort stärker boomt, wo Verkehrs-, Umwelt- und Energiepolitik denselben Zielen folgen. Das gilt für China, wo die gesamte Energieversorgung seit Jahren immer stärker elektrifiziert wird, wie auch für Norwegen, wo Strom bereits jetzt den größten Anteil am Energiemix ausmacht – und es ineffizient wäre, nur für das Auto dauerhaft ein paralleles Versorgungssystem aufrechtzuerhalten.


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